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Uhrenlexikon

Analoganzeige

Angabe der Zeit durch ein Zeigersystem (Analoguhr), meist Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger.

Ankerhemmung

Durch diese Hemmung konnte die Genauigkeit tragbarer Uhren erheblich gesteigert werden. Heute befindet sich diese in fast allen mechanischen Armbanduhren.
Funktion: Das Gangrad gibt dem Anker einen Impuls zur Bewegung. Während ein Ende vorgetrieben wird, greift das andere Ende in die Zähne des Gangrades ein. So entsteht eine permanente Bewegung – vergleichbar mit einer Wippe.

Aufzugswelle

Eine Welle, auf welcher sich die Aufzugskrone zum Aufziehen und zur Einstellung der Stunden- und Minutenzeiger befindet. Sie ist meist am äußeren Ende der Krone angebracht und stellt die Verbindung zum Uhrwerk her. Oft wird mit dieser auch das Datum eingestellt.

Automatikuhr

Als Automatikuhr bezeichnet man eine Uhr (Armband- oder Taschenuhr), deren Zugfeder durch die natürlichen Hand- und Armbewegungen des Menschen aufgezogen wird. Dies geschieht meist durch eine Schwungscheibe (Rotor), die sich bei Bewegung dreht und so das Uhrwerk ständig mit kinetischer Energie versorgt. Der Rotor ist oft kugelgelagert und bleibt bei Bewegungen des Uhrgehäuses aufgrund seiner Massenträgheit und der Schwerkraft stehen. Hierdurch wirkt ein Drehmoment auf den Aufziehmechanismus. Praktischer Vorteil gegenüber Uhren mit Quarzwerken – es sind keine Batterien oder Akkus mehr notwendig.

Bläuen

Oxydation von Stahlteilen, besonders von Zeigern. Die später polierten Teile werden so lange einem thermischen Prozess (Anlaufen) ausgesetzt, bis der gewünschte, typisch blaue Farbton erreicht wird. Je nach Lichteinfall wechseln diese oberflächenveredelten Materialien ihre Farbe von schwarz bis blau.

Breguet-Spirale

Die Breguet-Spirale ist eine besonders geformte Spiralfeder der Unruh. Dabei wird der letzte Spiralumgang dank zweier knieförmiger Biegungen in der 3. Dimension über die sonst flächige Spirale geführt. Dadurch wird ein konzentrisches „Atmen“ der Spirale erreicht, was zu erhöhter Ganggenauigkeit führt. Die Breguet-Spirale mit ihrer aufgebogenen äußeren Endkurve wurde von dem Uhrmacher Abraham Louis Breguet (1747–1823) um 1795 entwickelt. Sie wird bis heute angewendet, obwohl es später von anderen Uhrmachern entwickelte Endkurvenformen gab (z. B. von Édouard Phillips oder Gustav Gerstenberger).

Chronograph

Eine Uhr mit Stoppfunktion (griech.: chronos=Zeit, grapho=schreiben, „Zeitschreiber“) und Stopp- mechanismus in Kombination mit einer herkömmlichen (Armband-)Uhr. Oft ist die mechanische Stoppvorrichtung an einer Armbanduhr für die Messung kleinerer Zeitabschnitte. Chronographen messen die Stoppzeit überwiegend in einem Zeitraum von 30 Minuten, 12 oder 24 Stunden und dann mit bis zu einer Hundertstelsekunde Genauigkeit.

Chronometer (griech.: Zeitmesser)

Sehr präzise Uhren, deren Ganggenauigkeit durch ein besonderes Zertifikat eines Uhren- Prüfinstituts bescheinigt wird. Chronometer dürfen sich nur Uhren nennen, die aufgrund ihrer sehr genauen Zeitmessergebnisse amtlichen Prüfungen standhalten. Die diversen Chronometerprüfungen dauern bis zu drei Wochen. Wenn bei diesen aufwändigen Prüfungen bestimmte vorgeschriebene Gangabweichungen nicht überschritten werden, stellt das Chronometer-Prüfinstitut einen sogenannten Chronometer-Gangschein aus.

Datumsanzeige

Anzeige von Tag, Woche oder Jahr. In seltenen, sehr aufwändigen Fällen werden sogar die wechselnde Länge des Februars und die Schaltjahre berücksichtigt (Ewiger Kalender).

Digitalanzeige

Zeitangabe, bei der die Anzeige nicht herkömmlich durch Zeiger erfolgt, sondern die auf einer Scheibe angebrachten Zahlen in einem Fenster des Zifferblatts erscheinen.

Digitaluhr

Schon im frühen 19. Jahrhundert wurden bereits Zeitmesser hergestellt, die statt Zeigern Zifferplatten zur Zeitanzeige benutzten. Bei den heutigen modernen Digitaluhren wird die Zeit durch ein Flüssigkristall (LCD) oder auch durch LEDs angezeigt.

Display

Bezeichnung für ein Zifferblatt mit elektronischer, digitaler oder binärer Zeitanzeige.

Drücker

Zur Bedienung von Uhren mit vielen Zusatzfunktionen reicht eine herkömmliche Krone nicht aus. Deshalb haben diese Uhren kleine Druckschalter, die meistens seitlich am Gehäuse angebracht sind.

Edelstahl

Nichtrostender, säurefester, meist antimagnetischer Stahl (je nach Eisenanteil), welcher heute ausschließlich bei hochwertigen Uhren benutzt wird. Edelstahl ist meist eine Legierung aus Nickel, Chrom, Molybdän, Wolfram und Anteilen von Eisen. Uhren aus Edelstahl werden schon seit über 70 Jahren erfolgreich von der Uhrenindustrie gefertigt.

Einstellring

Ein drehbarer Ring am äußeren Rand eines Gehäuses, der oft zur Ermittlung zusätzlicher Messwerte dient. Das kann zum Beispiel die Weltzeit, das Messen von Tauchzeiten oder das Berechnen von Geschwindigkeiten sein.

Ewiger Kalender

Kalendermechanik, die auch die variable Länge des Februars und Schaltjahre berücksichtigt.

Feder

Diese Zugfeder dient zum Speichern der Aufzugsenergie des Uhrwerks.

Federhaus

Zylinderförmiges Gehäuse – dort befindet sich die Triebfeder.

Feinregulierung

Instrument zur Einstellung der Ganggeschwindigkeit, während das Uhrwerk in Bewegung ist. Meist wird durch Drehen einer Schraube (+/-) der Gang der Uhr in sehr feinen Schritten reguliert.

Fly-Back (Flyback)

Bei Flybackuhren (Chronographen) springen durch Betätigen eines Drückers während einer Zeitmessung alle Zeiger sofort auf Null. Anschließend wird automatisch sofort eine neue Messung mechanisch ausgelöst.

Gangabweichung

Aufgrund vielfältiger Umwelteinflüsse wie Temperaturschwankungen, Erdanziehung bzw. Lage des Uhrwerks kann der Gang einer mechanischen Uhr ungenau ausfallen. Die Gangabweichung beschreibt die Differenz zweier gemessener Gänge. Gangabweichungen bei Uhren mit Quarzwerk betragen zwischen einer und fünf Sekunden pro Tag. Bei Uhren mit mechanischen Uhrwerken wie auch Automatikuhren betragen die Gangabweichungen zwischen zehn und 60 Sekunden pro Tag – je nach Uhrwerktyp (Großuhr, Armbanduhr, Taschenuhr), Tragegewohnheiten und anderen Ein-flüßen wie Hitze, Kälte, Magnetfeldern, Vibrationen, Lage u.s.w.

Gangreserve

Maximale Laufzeit einer mechanischen Uhr, nachdem diese voll aufgezogen wurde. Meist beträgt die Gangreserve einige Tage.

Gehäuse

Verkleidung, Schutz und Schmuck des Uhrwerks aus verschiedensten Materialien.

Guillochieren

Die Guillochierung (Perlmuster) bezeichnet ein Muster meist auf Zifferblättern. Das Gravieren von Metall mit einer Guillochiervorrichtung erzeugt optisch sehr ansprechende geometrische Linienmuster. Das Guillochieren wird schon seit über 150 Jahren in Europa praktiziert.

Handaufzug

Die Zugfeder wird durch Aufziehen per Hand mit der Aufzugskrone gespannt.

Indikationen

Alle neben der Zeitangabe (Stunden, Minuten, Sekunden) vorhandenen Anzeigen, wie Kalender, Mondphasen oder die Zeiten anderer Weltzeitzonen.

Kalenderuhr

Armbanduhren mit Datumsanzeige. Oft werden Wochentag, Monat und Jahr mit angezeigt.

Kaliber

Früher oft die Bezeichnung für die Abmessungen eines Uhrwerkes, heute häufig als Typenbezeichnung für das Uhrwerk verwendet.

Kleine Sekunde

Eine dezentrale, nicht Zifferblatt mittige Sekundenanzeige.

Krone

Seitlich am Gehäuse angebrachtes, geriffeltes oder gerändeltes Rad zum Einstellen der Uhrzeit (oder weiterer Anzeigen wie Datum, zweite Zeitzone). Auch bei Handaufzugsuhren zum Aufziehen der Zugfeder.

Lünette

Ring aus Metall mit einer Vorrichtung, in welcher das Uhrglas zum Schutz der Zeiger und des Uhrenblattes eingelegt wird. Die Lünette ist wichtiger Teil des Uhrengehäuses. Dieser Zierring kann fest mit dem Gehäuse verbunden oder auch drehbar sein (Taucheruhren).

Mechanische Uhr

Klassischer Uhrentyp mit einem mechanischen Schwingungssystem. Siehe auch Automatikuhr.

Mineralglas

Mineralisches Uhrglas (Härte 5 Mohs)

Mondphase

Bei Uhren mit einer Mondphasenanzeige durchläuft ein stilisierter Mond in einem Fensterausschnitt die Mondphasen. Als Mondphase bezeichnet man einen Zeitraum der Wiederholung des Mondes in seiner Umlaufbahn um den Planeten Erde. Ein kompletter Umlauf dauert im Durchschnitt 29,5 Tage – also knapp einen Monat. Man unterscheidet zwischen Vollmond, abnehmendem Mond, Neumond und zunehmendem Mond.

Quarzuhr

Uhrwerke meist ohne mechanische Bauteile wie Feder, Unruh und Hemmung. In einem Quarzwerk wird ein Quarz-Kristall mit elektrischer Energie durch eine Batterie oder einen Akku in Schwingung versetzt. Vorteil gegenüber herkömmlichen mechanischen Uhren ist die sehr hohe Ganggenauigkeit und der im Vergleich geringere Platzverbrauch.

Rattrapante

An einem Chronographwerk im Mittelpunkt angebrachter Schleppzeiger (Bsp. Schleppsekunde), mit dem Zwischenzeiten genommen werden, ohne dass der primäre Sekundenzeiger angehalten werden muss. Diese Technik wird oft in sehr hochpreisigen Uhren eingesetzt.

Regulator

Hier dominiert als markantes Element der Minutenzeiger. Stunden- und Sekundenzeiger drehen sich dezentral in anderen meist kleinen Zifferblattbereichen.

Regulierung

Feineinstellung und Justage einer Uhr mit mechanischem Schwingsystem.

Saphirglas

Synthetisches Glas mit den höchsten Härteeigenschaften und einer sehr guten Kratzfestigkeit (9 Mohs), die nur noch vom Diamanten übertroffen wird.

Schaltrad Chronograph

Klassischer Chronograph, bei dem die Funktionen wie Start-, Stop-, und Nullstellung über ein Schaltrad gesteuert werden. Diese handwerklich sehr aufwändige Herstellung wird heute nur noch in seltenen Fällen durchgeführt. Uhren mit dieser in den 40er-Jahren verbreiteten Mechanik sind heute sehr begehrte Sammlerstücke.

Schleppzeiger

Diese Art von Chronograph wird auch „nachspringende Sekunde“ genannt, ein Beispiel dafür ist der Rattrapante. Ein zweiter großer Stoppzeiger wird angehalten, um eine Zwischenzeit zu stoppen, beim Loslassen springt er auf den Stand des anderen Stoppzeigers nach und läuft mit diesem synchron weiter. Hierdurch können mehrere Zwischenzeiten genommen werden.

Skelettierung

Um der Uhr eine filigrane und anspruchsvolle Optik zu verleihen, werden bestimmte Elemente wie beispielsweise Zifferblätter so ausgespart, dass ein kunstvolles Ornament sichtbar wird. Besonders aufwendig ist diese Technik bei Chronographen, da diese über umfangreiche mechanische Teile verfügen. Skelettierte Uhren werden auch oft zusätzlich mit feinen Gravierungen versehen.

Steine (engl.: Jewels)

Synthetisch hergestellte Rubine, die Abnutzung und Reibung der Räder vermindern, ohne Schmierstoffe zu verwenden.

Stoppuhr

Zeitmessgerät zum Messen von Zeitintervallen. Diese werden sehr oft beim Sport oder zur Navigation eingesetzt.

Stoßsicherung

Speziell befestigte Lager (Steine) der Unruhwelle bewirken, dass die empfindlichen Bauteile bei starken Stößen der Uhr nicht beschädigt werden. Die häufigste Stoßsicherung ist Incabloc.

Swiss Made

Ein Uhrwerk ist nur dann schweizerisch oder darf den bekannten Schriftzug „Swiss Made“ tragen, wenn es in der Schweiz montiert und kontrolliert wurde und die Bestandteile aus schweizerischer Fabrikation ohne Berücksichtigung der Kosten für das Zusammensetzen mindestens 50 Prozent des Wertes ausmachen. Wichtige Schweizer Uhrwerke sind zum Beispiel von ETA, ISA, Breguet, Piguet oder Lemania.

Tachymeter

Eine Skala zur Messung von Geschwindigkeiten. Dazu wird über eine Strecke von einem Kilometer die Zeit gestoppt und auf der Tachymeterskala die Geschwindigkeit abgelesen.

Taucheruhr

Uhren, bei denen die Wasserdichtigkeit ausschlaggebend und manchmal lebenswichtig ist. In der Regel sind diese Uhren bis mindestens 100 Meter Tiefe wasserdicht. Aber auch die gute Ablesbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen und eine nur in einer Richtung drehbaren Lünette zum Einstellen der Tauchzeit spielen bei diesem Sport oft eine große Rolle.

Tourbillon

Uhr mit einzigartigem Drehgestell, welches Unwuchten des Unruhsystems und damit schwerkraftbedingte Lagefehler ausgleicht. Diese ebenso legendäre wie bahnbrechende Konstruktion wurde von dem Uhrmachergenie Abraham Louis Breguet entwickelt.

Unruh

Taktgebendes Schwungrad, das das gleichmäßige Vorrücken der Zeiger über das Räderwerk ermöglicht. Von Christian Huygens (1629-1695 publizierter, meist radförmiger, eigenschwingungsfähiger Gangregler mit Spiralfeder, der erst den Bau tragbarer Uhren mit hoher Ganggenauigkeit ermöglicht.

Uhrenbeweger

Ein Uhrenbeweger ist ein Gerät, welches in erster Linie dazu dient, eine Automatikuhr in Bewegung zu halten, sodass sich die Notwendigkeit des manuellen Aufzugs und der lästigen Einstellarbeit erübrigt. Ein weiterer wesentlicher Vorteil eines Uhrenbewegers ist die geschützte und repräsentative Aufbewahrung wertvoller Automatikuhren. Am Uhrenbeweger angebracht, dreht sich die Uhr nach rechts, nach links oder in beide Richtungen um die eigene Achse. So dreht und bewegt sich die Automatik-Uhr auf die gleiche Weise wie während des Tragens am Handgelenk.

Weltzeituhr

Zeitmesser oder Uhr, welche(r) einige oder alle Zonenzeiten der Welt an verschiedenen Orten gleichzeitig anzeigt.

Zeiger

Meist paarweise zentriert am Zifferblatt montiert und aus Metall, Edelholz oder Kunststoff und mit einer Spitze auf die Indizes zeigend. Zwei Zeiger in einer Uhr haben sich seit dem 17. Jahrhundert etabliert und bis heute durchgesetzt. Bekannte Zeigerformen sind zum Beispiel Pfeil-, Kleeblatt- und Birnenform oder die gerade Variante.

Zeitzonenuhr

Uhren mit mindestens zwei Zifferblättern, bei denen meist gleichzeitig die Zeit verschiedener Weltzeitzonen angezeigt wird.

Zentralsekunde

Die genau in der Zifferblattmitte angezeigte Sekunde.

Ziffern (Stundenindizes)

Bei den ersten Uhrenblättern wurden überwiegend römische Ziffern zur Anzeige der Stunden verwendet. Erst seit Mitte des 17. Jahrhunderts sah man immer häufiger römische Ziffern für die Stundenanzeige sowie arabische für die Minutenanzeige.

Zifferblatt

Eine flache Platte im Uhrengehäuse eingebettet zum Anzeigen der Stunden, Minuten oder Sekunden.

Zugfeder

Eine Metallfeder, die im Federhaus der Uhr durch Hand- oder Automatikaufzug zugeführte Aufzugs-Energie für das mechanische Uhrwerk speichert.

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